Buchcover - Geheimnisvolle Zeichen

Geheimnisvolle Zeichen

 
Anna Xiulan Zeeck 
mit Illustrationen von Christa Unzner 
48 Seiten, Hardcover, Fadenheftung 
21 x 26,5 cm 
16,90 EUR (D); 17,40 EUR (A); 31,20 CHF
ISBN: 978-3-940307-19-4 

für Kinder ab 5 Jahren 

 


Beschreibung

Das Füchslein Huan rennt um sein Leben, hinter ihm hechelt der wütende kleine Bär. Es hat dem Bären doch nur einen harmlosen Streich gespielt. Warum ist der so zornig geworden? ... Die anfängliche Feindschaft der beiden wird allmählich überwunden durch gegenseitiges Verstehen. Gemeinsam versuchen sie, ein großes Geheimnis zu lüften. 
Die Geschichte erzählt von einer Versöhnung und von der Entstehung einer ungewöhnlichen Freundschaft. Die Leser lernen in dieser Abenteuergeschichte zugleich die bildhafte Natur der chinesischen Schriftzeichen kennen, die für uns sonst so rätselhaft und unverständlich wirken.

 

 

Blick ins Buch

 

 

Pressestimmen

So hält sich der Spannungsbogen der Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite und bietet Unterhaltung vom Feinsten.           

Lesen in Tirol, Tiroler Bildungsservice 

 

Ein liebevolles Buch über Freundschaft, Vertrauen und Abenteuer.            

Kinder.de

 

Ein schönes Vorlesebuch - im Kindergarten erprobt - und ganz besonders schön ist es, wenn nach der Lektüre einzelne Kinder im Sand die Zeichen nachmalen.           

EU-CHINA CIVIL SOCIETY FORUM 

 

Es ist ein schönes Buch über Freundschaft und Vertrauen und führt spielerisch in die bildhafte Natur der chinesischen Schriftzeichen ein.      China-Information der Asienstiftung 

 

Auf kindgerechte Weise wird dem jungen Leser die Entstehung der chinesischen Schriftzeichen nahe gebracht und alles in allem noch in eine tolle Geschichte über Rivalität und Freundschaft verpackt.           

Redaktion Buecherkinder.de 

 

 

Informationen zu chinesischen Schriftzeichen

Die 28 Schriftzeichen, die in der oben erzählten Geschichte der kleine Fuchs Huan in der Höhle fand, beziehen sich auf eine wirklich gefundene alte Schrift. Ihr Inhalt wurde im Jahr 992 von dem Gelehrten Wang Zhu, Lehrer des damaligen Kaisers, entschlüsselt. Ihm zufolge dokumentiert die Schrift ein wichtiges historisches Ereignis, das vor etwa 4600 Jahren stattfand. Sie beschreibt einen Kampf des Gelben Kaisers und seines Verbündeten gegen ihren Konkurrenten, im Einzelnen eine Orakelbefragung und den Sieg des  Gelben Kaisers.

Als Autor dieser Schrift gilt der legendäre Cang Jie. Er wird in China als Erfinder der chinesischen Schriftzeichen geehrt. Die 28 Schriftzeichen wurden 1754 in eine Steintafel gemeißelt, die seitdem in einem Tempel in Cang Jies Heimatstadt Bai Shui aufbewahrt wird. 

Dem Vorwort des bedeutenden ersten chinesischen Wörterbuchs zufolge, das der große Gelehrte Xu Shen im Jahr 121 veröffentlichte, war Cang Jie ein Beamter zu Zeiten des Gelben Kaisers (2696 – 2598 v. Chr.). In der schon hochstehenden Zivilisation jener Zeit war die alte Methode der Dokumentation durch Knotenschnüre nicht mehr den gestiegenen Anforderungen gewachsen. Der Kaiser beauftragte Cang Jie, nach neuen Methoden zu suchen. Cang Jie unternahm lange Reisen durch das Land, um bei den Weisen Rat einzuholen. Drei Jahre später kehrte er unverrichteter Dinge heim und zog sich in eine Höhle nahe seinem Geburtsort zurück. Der Legende nach beobachtete er die Natur um sich herum, zeichnete die Umrisse der Dinge unter Betonung ihrer charakteristischen Besonderheiten und schuf daraus die ersten Schriftzeichen. Seit ihrer Entstehung haben die chinesischen Schriftzeichen die Natur der Bildhaftigkeit.

Dem erwähnten ersten Wörterbuch nach waren Piktogramme die Grundlage für die Erfindung weiterer chinesischer Schriftzeichen. Da mit Einzeldarstellungen von Dingen (Piktogrammen) die Fülle einer Sprache nicht wiedergegeben werden kann, wurden weitere Schriftzeichen mit neuen, auch abstrakten Bedeutungen erzeugt durch die Zusammensetzung von Piktogrammen. Ein Beispiel ist die Zusammensetzung von zwei Schriftzeichen für Holz zu einem neuen Schriftzeichen mit der Bedeutung Wald, ein weiteres die Kombination der Schriftzeichen für Sonne und Mond zu einem neuen Schriftzeichen für den abstrakten Begriff Helligkeit. Etwa 90% der chinesischen Schriftzeichen sind durch Zusammensetzungen entstanden. 

In dem vorliegenden Buch möchte die Autorin den jungen Lesern an Beispielen zeigen, dass den im Westen so rätselhaft erscheinenden chinesischen Schriftzeichen in Wirklichkeit bildhafte Darstellungen zugrunde liegen.